Stillen

Wenn Sie bald Mama werden, haben Sie vielleicht schon zwischen Stillen und industriell produzierter Säuglingsnahrung entschieden.

 

Außer wenn Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter aus einem bestimmten Grund nicht mit Muttermilch versorgen können, sollten Sie die vielfältigen Vorteile des Stillens für Sie und Ihr Kleines sehr ernsthaft in Erwägung ziehen. Unser Ziel ist es, Ihnen so viele Details wie möglich über das Stillen zu geben, so dass Sie die beste Entscheidung für sich und Ihr Baby zumindest in seinen ersten sechs Lebensmonaten treffen können (von diesem Zeitpunkt an können Sie mit dem Stillen Ihres Kindes beginnen).

In diesem Sinne empfehlen wir Ihnen, diesen kleinen Ratgeber zu lesen, in dem Sie alle Informationen und Tipps über das Stillen finden werden.

Warum ist das Stillen so vorteilhaft? 

Erstens ist es wichtig hervorzuheben, dass das Stillen viele Vorteile in Bezug auf Ernährung und Gesundheit hat. Muttermilch enthält alle Nährstoffe und Vitamine, die ein Baby während seiner ersten sechs Monate braucht, und es trägt auch zur Stärkung seines Immunsystems bei. Studien haben bewiesen, dass gestillte Babys einen zusätzlichen Schutz vor Krankheiten wie Magen-Darm Infektionen, Meningitis und Mittelohrentzündungen bekommen und das Risiko für plötzlichen Kindstod (SIDS) und zukünftige Fettleibigkeit vermindert wird. Aber das ist noch nicht alles! Stillen kann Ihr Kind vor allergischen Reaktionen auf Lebensmittel schützen, da es hilft, den Darmtrakt widerstandsfähiger zu machen, indem es eine zusätzliche Schicht bildet, die ihn vor Entzündungen schützt. Obendrein hat die Forschung gezeigt, dass das Stillen sogar die kognitive Entwicklung des Kindes verbessern kann.

Und was ist mit Ihnen? Nun, Stillen kann auch für Sie eine gute Nachricht sein. Es wird vermutet, dass stillende Mütter weniger unter postnatale Depression leiden, in der Tat wird beim Stillen Oxytocin freigesetzt, ein Hormon das Stress und Angstgefühle verringert.

Stillpositionen sind wichtig

Die Vorteile des Stillens sind klar, aber damit das Stillen auch gut funktioniert, ist es wichtig, die richtigen Stillpositionen zu kennen. Wenn Sie die falsche Körperhaltung haben, kann Ihr Baby nicht optimal ernährt zu werden, außerdem kann es für Sie zu Problemen wie Rückenschmerzen und Muskelverspannungen führen. Deshalb sollten Sie versuchen, eine für beide bequeme Position zu finden. Es gibt zahlreiche Stillpositionen, aber die häufigsten sind:

  • Rückenhaltung
  • Seitenlage
  • Wiegehaltung
  • Footballhaltung, auch Rückengriff genannt

Egal, welche Sie verwenden, halten Sie die Augen offen und beobachten Sie die Reaktion Ihres Kleinen. Ist es bequem und entspannt? Kann es gut saugen? Wenn ja dann machen Sie es richtig.

Was soll ich beim Stillen essen?

 

Stillende Mütter dürfen sich weitgehend normal ernähren, aber es gibt bestimmte Lebensmittel die in der Stillzeit zu vermeiden sind. Denken Sie daran, dass alles, was Sie essen, direkt in Ihre Milch geht, deshalb sollten Sie keine Entscheidungen treffen, die die Entwicklung Ihres Kleinen beeinflussen könnten. Beispielsweise  dürfen Sie überhaupt keinen Alkohol trinken und Sie müssen auch die Menge an Koffein auf zwei oder drei Tassen Kaffee pro Tag (maximal) begrenzen. Darüber hinaus raten Ärzte ab, Fisch mit hohem Quecksilbergehalt wie Hai und Schwertfisch zu verzehren, weil die große Menge an Neurotoxinen das Gehirn ihres Babys schädigen kann. Wenn Sie können, vermeiden Sie auch stark gewürzte Nahrung, welche zu Koliken bei Neugeborenen führen kann!

Typische Stillprobleme

Leider ist nicht alles was glänzt Gold und die Stillzeit kann auch einige Nachteile mit sich bringen. Dies sind die üblichen:

  • Saugprobleme: Wenn Ihr Baby nicht richtig an Ihrer Brust saugt, können Sie auf die Dauer an wunden Brustwarzen leiden, was sehr schmerzhaft ist. Wenn das Problem weiterhin besteht, sollten Sie versuchen die Stillpositionen regelmäßig zu wechseln.

  • Rissige Brustwarzen: Anfängerinnen können aus verschiedenen Gründen an rissigen Brustwarzen leiden: Ihre Haut ist zu trocken oder Sie können nicht richtig abpumpen. Saugprobleme beim Stillen sind auch mit rissigen und sogar blutigen Brustwarzen verbunden.

  • Verstopfte Kanäle: wenn die Muttermilch nicht vollständig abfließen kann, dann können die Milchkanäle verstopfen. Stellen Sie sicher, dass Sie oft genug verbleibende Milch ausstreichen, denn das Problem kann Infektionen verursachen.

  • Hohe Milchproduktion: wenn Ihre Brüste ganz angeschwollen sind, kann es zu Saugschwierigkeiten bei Ihrem Kind führen.

  • Geringe Milchproduktion: Einige Frauen sind mit diesem Problem konfrontiert, welches in der Regel durch unzureichendes Drüsengewebe, endokrine Probleme, bestimmte Medikamente und Saugproblemen beim Baby verursacht wird.

  • Soor: wenn Ihr Baby unter einer Hefe-Infektion leidet, kann diese sich von seinem Mund bis zu Ihren Brüsten verbreiten und bei Ihnen Juckreiz, Schmerzen und sogar  Hautausschlag verursachen. 

  • Mastitis (Brustentzündung): verstopfte Milchkanäle und Milchstau können zu dieser bakteriellen Infektion führen, bekannt als Mastitis. Die Symptome sind grippeähnlich, Sie haben vor allem erhöhte Temperatur und Brustschmerzen.

Keine Panik, denn alle diese Stillprobleme haben Lösungen. Beim Umgang mit Stillschmerzen und rissigen Brustwarzen, achten Sie darauf, dass Sie andere Stillpositionen versuchen, die es Ihrem Kind ermöglichen besser und bequemer zu saugen. Vermeiden Sie Lotionen und Alkohol, um Ihre Brustwarzen zu pflegen und verwenden Sie sauberes Wasser oder sogar Ihre eigene Muttermilch um sie schneller zu heilen. Wenn Sie unter Milchstau und verstopften Milchkanälen leiden, müssen Sie Ihre Brüste massieren und abpumpen um die Milch zum Fließen zu bringen, falls Sie eine niedrige Milchproduktion haben. Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Sie unter einer Soorinfektion leiden, welche mit Antipilzmedikamenten behandelt werden muss.

Trotzdem kann das Stillen manchmal schwer sein! Es ist normal, auf anfängliche Schwierigkeiten zu stoßen, auch wenn Sie mit keinem der oben aufgeführten Probleme konfrontiert sind, vor allem, wenn Sie zum ersten Mal Mama sind. Werfen Sie einen Blick auf diese Tipps, um ein paar Tricks zu lernen damit Sie und Ihr Kind diesen Meilenstein meistern, und lernen Sie auch wie Sie das Stillen beenden - es ist etwas, was Sie in der Zukunft brauchen werden!

Wann sollte ich mein Kind nicht stillen?

Es gibt ein paar, und im allgemeinen ernsthafte Bedingungen, unter denen Frauen nicht stillen sollten.

  • Mütter, die HIV positiv sind oder AIDS haben können ihre Kinder nicht stillen, da diese das durch Muttermilch mit dem HI-Virus angesteckt werden könnten.

  • Es gibt auch viele Medikamente, die, wenn sie beim Stillen genommen werden, das Neugeborene schaden könnten. Wenn Sie eine spezielle Behandlung benötigen, vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Arzt und besprechen Sie Ihre Zweifel mit ihm. Krebsbehandlungen, wie zum Beispiel Medikamente bei Chemotherapien, lassen nicht zu, dass neue Mütter stillen, denn diese Medikamente verlangsamen die Zellteilung und das könnte gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Babys haben.

  • Mütter, die an einer aktiven Tuberkulose und anderen Krankheiten, wie T-Zell-lymphotropes Virus Typ I oder Typ II leiden, müssen alternative Wege finden, um ihre Neugeborenen zu ernähren.

  • Mütter, die illegale Drogen, wie Heroin, Kokain oder Marihuana  nehmen.

  • Mamas, die nicht genügend Milch produzieren können. Stress und Angst können dieses Stillproblem verursachen.

  • Babys, die eine so genannte Galaktosämie haben, d.h. sie sind nicht in der Lage Mich zu tolerieren und zu verdauen, können ebenfalls nicht gestillt werden. Stattdessen werden sie eine spezielle Diät benötigen.

 

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