Antibabypille

Die Antibabypille, üblicherweise einfach “Pille” genannt, ist eine der erfolgreichsten Maßnahme zur Empfängnisverhütung.

 

Sie wird auch kombinierte Pille genannt, um sie besser von der Minipille unterscheiden zu können: Die kombinierte empfängnisverhütende Pille ist eine Kombination aus Östrogen und Progesteron, die die Produktion von Eizellen stoppt, was die Frau, die diese zu sich nimmt, davon abhält schwanger zu werden. Die Minipille enthält nur Progesteron und kann dadurch von Frauen, die gerade stillen, genommen werden. Sie ist allerdings weniger sicher.

Allerdings möchten wir Sie nicht mit zu vielen Informationen erdrücken, also wenden wir uns der empfängnisverhütenden Methode zu, die wir heute detailliert beschreiben wollen: die Antibabypille. In diesem Artikel finden Sie alle Informationen, die Sie brauchen und die Sie nicht verpassen sollten, wenn Sie nach einem sicheren Verhütungsmittel suchen!

Wie funktioniert die Antibabypille genau? 

Die orale empfängnisverhütende Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel – das heißt, dass sie eine Schwangerschaft mit Hilfe von Hormonen verhindert. Wir sind sicher, dass Sie bereits wissen, wie man schwanger wird, aber frischen wir dennoch die Erinnerung auf: Wenn wir Frauen einen Eisprung haben, stößt der Eierstock eine reife Eizelle aus. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt Sperma durch vorherigen Geschlechtsverkehr in uns haben, kann die Eizelle durch das Sperma befruchtet werden und sich anschließend in der Gebärmutter einnisten… Voilà! Hier liegt eine Schwangerschaft vor.

Und worin besteht nun die genaue Aufgabe der Antibabypille? Das in ihr enthaltene Östrogen und Progesteron hindert die während des Zyklus vorkommenden Hormone am Eisprung. Auf diese Weise kann keine reife Eizelle, die bereit zur Befruchtung ist, vorliegen, egal wie oft Sie Sex haben und es kann keine Schwangerschaft eintreten.

Aber als wäre das Verhindern des Eisprungs noch nicht genug, haben die Hormone der Antibabypille noch weitere Fähigkeiten: Sie provozieren Veränderungen in Ihrem Zervixschleim, um das Sperma daran zu hindern durch Ihren Gebärmutterhals zu dringen. Außerdem tricksen Sie in der Gebärmutter, um das Einnisten zu erschweren. Also, wenn Sie die Antibabypille nehmen, sind Sie gut gegen eine ungewollte Schwangerschaft gewappnet.

Wie sicher ist die Antibabypille?

Sehr sicher, bei korrekter Anwendung! Die Antibabypille ist zu 99,9% sicher, sie lässt raffinierten, reifen Eizellen also nur ganz kleinen Spielraum, befruchtet zu werden. Sie müssen allerdings daran denken, sie jeden Tag zu nehmen!

Einverstanden! Ich möchte die Antibabypille als Verhütungsmittel benutzen. Was jetzt?

Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin oder Ihrem Gynäkologen/ Ihrer Gynäkologin über Ihre Entscheidung, sodass er oder sie Ihnen eine Einschätzung geben kann, ob die Antibabypille eine gute Wahl für Sie ist. Wenn Sie sich letzten Endes für die Pille entscheiden, können Sie direkt mit der Einnahme beginnen, wenn dies allerdings nicht der erste Tag Ihres Menstruationszyklus ist, werden Sie während der ersten Tage ein weiteres Verhütungsmittel brauchen, da Sie noch nicht komplett gegen eine Schwangerschaft geschützt sind.

Wenn Sie am ersten Tag Ihres Menstruationszyklus beginnen (dem ersten Tag Ihrer Regelblutung), sind Sie von Beginn an geschützt. Sie müssen nun die Pille an 21 aufeinanderfolgenden Tagen jeden Tag zu sich nehmen, abhängig von der Art Ihrer Pille – was wir später noch genauer sehen werden.

Was, wenn ich vergessen habe, die Pille zu nehmen?

Sie müssen die Antibabypille jeden Tag zur etwa gleichen Zeit zu sich nehmen. Wenn Sie sie jedoch vergessen und es Ihnen am gleichen Tag noch einfällt, nehmen Sie sie so schnell wie möglich nach. Falls sie es den ganzen Tag vergessen, können Sie am nächsten Tag zwei Pillen nehmen. Das Ganze sieht allerdings anders aus, wenn Sie die Pille mehr als zwei Tage lang vergessen haben. Konsultieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt/ Ihre Ärztin.

Jedenfalls sollten Sie für den Fall, dass Sie die Pille länger als einen Tag vergessen haben, ein zusätzliches Verhütungsmittel benutzen, zum Beispiel ein Kondom, bis Sie die Pillenpäckchen beendet haben. Wie wir bereits erklärt haben, schützt die Pille Sie auf verschiedene Weisen gegen eine Schwangerschaft, aber wenn Sie sie nicht jeden Tag zur selben Uhrzeit nehmen, erhöht sich die Chance, dass Sie eine reife Eizelle ausstoßen.

Ist die Antibabypille ein adäquates Verhütungsmittel für mich?

Tja, das kommt darauf an. Das Benutzen der Antibabypille als Verhütungsmittel benötigt ein wenig Organisation, da Sie daran denken müssen, sie jeden Tag zu nehmen. Vergessliche Typen haben heutzutage viele Möglichkeiten sich an die Einnahme erinnern zu lassen: Sie können sich auf Ihrem Handy einem täglichen Alarm einstellen oder eine App benutzen, zusätzlich stehen auf dem Pillenpäckchen selbst die Tage. Wie auch immer, wenn Sie von besonders zerstreuter Natur sind, sollten Sie sich überlegen, lieber auf eine andere Verhütungsmethode zurückzugreifen, zum Beispiel auf die Spirale (IUD).

Bevor Sie mit der Einnahme der Pille beginnen, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen/ Ihrer Gynäkologin reden, sodass er oder sie einschätzt, ob die Pille die beste Option für Sie ist. Sie sollten sich außerdem über andere Verhütungsmethoden informieren. Vielleicht finden Sie eine, die noch besser zu Ihnen und Ihrem Lifestyle passt als die Antibabypille.

Was sind die Vor- und Nachteile der Antibabypille?

Der Hauptvorteil der Antibabypille ist, dass sie das Risiko von Eierstock-, Gebärmutter - und Darmkrebs senkt. Sie schützt vor der Beckenentzündungskrankheit (PID) und kann bei PMS helfen. Außerdem unterbricht sie den Sex nicht, weil Sie nicht vorher daran denken müssen, sie überzuziehen. Natürlich darf man den größten Vorteil nicht vergessen: ihre 99,9 prozentige Sicherheit!

Es gibt auch Nachteile, die mit den Nebenwirkungen der Antibabypille kommen. Früher waren diese sehr gängig, aber heutzutage sind die Frauen seltener betroffen. Die Nebenwirkungen können sein:

  • Stimmungswechsel.

  • Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen.

  • Unregelmäßige Blutungen.

  • Sensible Brust. 

Außerdem gibt es ein erhöhtes Risiko für Thrombosen bei Frauen, die rauchen und älter als 35 sind. Manche Frauen beschweren sich, dass sie durch die Pille zugenommen oder Akne bekommen haben. Allerdings verbessern sich diese Nebeneffekte normalerweise innerhalb der ersten drei Monate.

Es gibt auch positive Nebeneffekt der Antibabypille, die noch zu den Vorteilen zählen: So macht sie die Periode leichter und hilft gegen Menstruationskrämpfe – sie wird sogar manchmal Frauen mit unregelmäßigen und schmerzhaften Perioden verschrieben.

Weitere Nachteile der Antibabypille sind, dass sie den Blutdruck erhöhen kann und dass die Einnahme mit Erkrankungen wir Brustkrebs in Verbindung gebracht wurde, auch wenn dies nicht bewiesen ist. Außerdem schützt sie nicht gegen Geschlechtskrankheiten, da sie die Spermien nicht beim Eindringen hindert.

Für wen ist die Antibabypille nicht geeignet?

In manchen Fällen wird von der Antibabypille aus Gründen, die mit ihren Nebenwirkungen zusammenhängen, abgeraten, wie dem Risiko einer Thrombose. Ärzte/Ärztinnen empfehlen diese nicht, wenn:

  • Sie Raucher oder älter als 35 sind (wegen des Thromboserisikos).

  • Sie an Thrombose leiden.

  • Sie an Migräne leiden.

  • Sie Bluthochdruck oder Herzkrankheiten haben.

  • Sie Diabetes haben (besprechen Sie sich trotzdem mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin, da diese in manchen Fällen dennoch erlaubt wird).

Gibt es verschiedene Antibabypillen?

Ja. Es gibt Pillen, die 21 Tage lang genommen werden müssen, dann 7 Tage pausieren, und manche, die an allen 28 Tagen des Zyklus eingenommen werden, wobei 7 ein Placebo sind, sie also keinen Effekt haben. Dies hat den Sinn, dass Sie nicht vergessen, eine neue Packung anzufangen, und zwar genau an dem Tag, an dem Sie dies tun müssen.

Während der letzten Jahre sind viele neue Rezepturen auf den Markt gekommen, die zum Beispiel ganz ohne Placebos auskommen, dafür mit derselben Menge an Hormonen in jeder Pille, oder solchen, die einen verlängerten Zyklus haben, mit der Einnahme von 84 aktiven Pillen und 7 Placebos. Aber egal welche Pille sie wählen, wenn Sie die Anleitung korrekt befolgen und keine vergessen, sind Sie gegen eine Schwangerschaft geschützt. Entscheiden Sie mit Ihrem Arzt, welche die beste für Sie ist.

Kann ich die Pille nach der Geburt meines Kindes nehmen? Und nach einer Fehlgeburt? 

Ja, das können Sie. Wenn Sie allerdings gerade ein Baby bekommen haben und stillen, können Sie nicht die kombinierte Antibabypille nehmen, da das Östrogen über die Milch auf Ihr Baby weitergegeben werden könnte. Progesteron ist ungefährlich für das Baby, sie können also die Minipille nehmen, die zwar ein bisschen weniger sicher ist (ungefähr zu 97% sicher), dafür aber keine Nebeneffekte auf Ihr Kleines hat. Wenn Sie nicht stillen, können Sie die Antibabypille nehmen, aber Sie müssen genau 21 Tage warten bis Sie mit der Einnahme beginnen. Wenn Sie länger warten, benutzen Sie 7 Tage lang eine zusätzliche Verhütungsmethode.

Wenn Sie gerade eine Fehlgeburt erlitten oder abgetrieben haben, können Sie auch anfangen die Pille zu nehmen – Sie müssen nach dem Geschehnis nur 5 Tage lang warten.

Jetzt kennen Sie alle Grundlagen der Antibabypille! Wenn Sie allerdings noch weitere Zweifel haben, fragen Sie Ihren Frauenarzt/ Ihre Frauenärztin nach weiteren Informationen.

 

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Meiner hat nie Anzeichen gemacht das er was anderes haben will, ich hab damit angefangen mit 2-3 Löffel karottenbrei um zuschauen ob er es verträgt und alle paar tage hab ich immer 1-2 Löffel dazu gegeben mittlerweile isst er alles und hab keine probleme gehabt...

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Bubswelt hat eine Antwort zum Thema Wann hat bei euch Übelkeit auf... verfasst vor 3 Wochen

Ich bin jetzt in der 19SSW und bei mir hat erst vor 2 Wochen zum Großteil aufgehört. Keine Sorge, es wird besser!!

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Hallo alle mit einander ich bin neu hier und freue mich über Austausch mit euch

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marry1996 Hallo vor 4 Wochen
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Pia904 Hallo vor 4 Wochen
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